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Notar Wilfried Schwarzer
e-mail: email@notar-schwarzer.de

| Aus meiner Berufsauffassung: |
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 | Oberstes Gebot ist es für mich, soweit möglich solche Verträge
und Urkunden zu errichten, in denen kein Beteiligter übervorteilt, andererseits dem
Willen aller Vertragschließenden weitestgehend Rechnung getragen wird. Dabei ist nicht
ausschlaggebend, was mir am besten gefällt oder wofür ich gerade ein passendes
"Formular" habe. Vielmehr strebe ich an, den Willen sämtlicher an einer
Beurkundung Beteiligter zu erkunden, um dann eine diesem erstrebten Ziel passende
Formulierung zu finden, die den sichersten Weg dahin benutzt. |
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 | Das klingt theoretisch einfach, ist aber weitgehend auch von Ihrem
Verhalten als "Kunde" abhängig: Nur, wenn sämtliche Beweggründe und
Motivationen offen und ehrlich dargelegt werden, ist ein "richtiger" Vertrag
machbar. Dabei brauchen Sie keine Angst zu haben, denn ich unterliege wie auch jeder
meiner Mitarbeiter der Schweigepflicht. |
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 | Bei sensiblen Vereinbarungen wie Eheverträgen oder
Scheidungsvereinbarungen nehme ich Besprechungstermine grundsätzlich nur mit Mann und
Frau zusammen an, damit bereits der Schein einer Parteilichkeit vermieden
wird. |
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 | Ebenso ist es die Regel, dass Sie vor Beurkundung einen
Vertragsentwurf erhalten, damit Sie sich mit der Materie schon vor dem Termin
auseinandersetzen können und entsprechende Nachfragen vorher stellen können. |
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 | Eine Selbstverständlichkeit sollte es schließlich sein,
dass Ihre Urkunde auch äußerlich "Ihr Geld wert" ist! Wenn Sie wollen,
können Sie bei mir sogar wählen, ob Sie Ihre Urkunde in alter oder in neuer
Rechtschreibung haben wollen ... |
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Warum wurde ich
Notar?
Zum Schluss die Frage aller Fragen, die ich Ihnen
auch nicht genau beantworten kann. Aber ein bisschen was trifft auch auf mich von der
Begründung zu, die zur - vorletzten - Jahrhundertwende ein Landnotar gegeben hat und die
ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
"Dadurch
unterscheidet sich der Notar von allen anderen akademischen Berufen, dass wir am
Wohlergehen, andere aber am Unglück und der Schlechtigkeit der Menschen interessiert
sind. Der Rechtsanwalt freut sich über unübersichtliche Straßenkreuzungen, brechende
Ehen, Notzucht und Mord. Der Arzt lebt von abgeschnittenen Beinen und faulenden
Blinddärmen. Der Pastor hätte ohne die Sündhaftigkeit der Menschen keine
Existenzberechtigung. Nur wir Notare freuen uns und verdienen am meisten, wenn alles gut
geht: Wenn die Geschäfte blühen, die Felder fruchtbar sind, die Schlote rauchen. Wir
wünschen, dass jeder Mensch Millionär ist; dann sind wir es auch. Wir sind von Berufs
wegen Menschenfreunde".
(Quelle: Bundesnotarkammer) |

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